Mittwoch, 7. August 2019

Hiroshimatag 2019

Um 17 Uhr versammelten sich zum heutigen Gedenktag an die Opfer der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki rund 40 Friedensfreunde auf dem Bonner Marktplatz. In Anwesenheit des Bonner Oberbürgermeisters Ashok Sridharan formulierten die Anwesenden den Wunsch, die Stadt Bonn möge sich dem Appell #ICANsave unsere Stadt anschließen.

Zu Beginn richtete sich Bonns Oberbürgermeister Sridharan mit einem Grußwort an die Bonner Bevölkerung:


Sehr geehrte Bonnerinnen und Bonner, sehr geehrte Damen und Herren,

im Namen der Stadt Bonn begrüße ich Sie alle sehr herzlich hier auf dem Marktplatz. Gemeinsam wollen wir der Bombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki gedenken. Wir wollen mit unserem Erinnern ein öffentliches Bewusstsein schaffen, das dazu beiträgt, dass sich ein solches Ereignis niemals wiederholt. Mit der Teilnahme an der heutigen Veranstaltung setzen wir ein Zeichen für den Frieden. Frieden braucht Toleranz, gegenseitiges Verstehen und die Bereitschaft, aufeinander zuzugehen. weiter lesen

Oberbürgermeister Ashok Sridharan während seines Grußwortes

Im Anschluss informierte Susanne Rohde über die Hintergründe des Appells #ICANsave unsere Stadt:


Hiroshima – weltweit wird der Name dieser japanischen Stadt mit den Schrecken der Atomwaffen verbunden. Weltweit wird am 6. August derer gedacht, die 1945 an diesem Tag Opfer der ersten gegen Menschen eingesetzten Atombombe wurden. Tausende starben sofort oder litten seither unter den Folgen der atomaren Strahlung.



Auch wir gedenken am Hiroshima-Tag der Opfer von Atombomben und mahnen vor den Gefahren der Atomwaffen. Wie seit 1985 versammeln wir uns an dem von uns geschaffenen Mahnmal am Beueler Rheinufer und heute in einer Kundgebung zuvor hier am Bonner Rathaus. (Hier beginnen wir, weil wir ein Anliegen an den Oberbürgermeister unserer Stadt haben.)


In diesem Jahr sind wir in größerer Sorge als in den vergangenen Jahren. weiter lesen


Susanne Rohde



Anschließend zogen die Kundgebungsteilnehmer durch die Fußgängerzone und über die Kennedybrücke zum Hiroshima-Mahnmal in Beuel.



Um 18 Uhr begann die Mahn- und Gedenkveranstaltung in Beuel. Nach dem Auslegen der Blumen informierte Frau Dr. Tamura-Foerster vom Arbeitsbereich Japanisch am Institut für Orient- und Asienwissenschaften der Universität Bonn über das seit 2014 laufende Hiroshimaprojekt. Bei dem Projekt werden Video-Aufnahmen von betroffenen Augenzeugen der Atombombenabwürfe für Untertitel ins Deutsche, teilweise auch ins Arabische, übersetzt. 

Die bisherigen Übersetzungen finden sich hier.



Frau Dr. Tamura-Foerster

Drei Studierende des Seminars trugen dann kurze sehr bewegende Zitate aus den Videos vor, die einen tiefgreifenden Eindruck des unermesslichen Leids der Opfer hinterließen.


Am 29. Oktober 2019 findet von 18:15 - 19:45 Uhr im Universitätsmuseum, Regina-Pacis-Weg 1 (Ecke Kaiserplatz/ Hofgarten) eine Vernisage zur Poster-Ausstellung über die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki statt.
Die Poster-Ausstellung befindet sich im Korridor zur Cafeteria und dauert bis zum 31. Januar 2020.

Robert Nicoll ging in seinem folgenden Redebeitrag auf die Kündigung des INF-Vertrages und den bald auslaufenden New-START-Vertrag ein:



Liebe Friedensfreunde,

die Gefahr wächst, dass Atomwaffen eingesetzt werden. Vor einem Jahr sprach ich in meinem Beitrag davon, dass der Generalsekretär der Vereinten Nationen António Guterres eindringlich vor  der Aushöhlung des Atomwaffensperrvertrages warnte, weil weiterhin die offiziellen Atommächte USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich ihrer Verpflichtung zur atomaren Abrüstung aus dem Vertrag nicht nachkommen. Darüber hinaus spricht die Trumpsche US-Administration in der neuen Nuclear Posture Review unverhohlen vom „Gewinnen“ eines nuklearen Schlagabtauschs. Und schließlich: Die Aufkündigung des INF-Vertrages zum 2. August 2019 durch die USA und anschließend durch Russland verschärft die Situation, insbesondere für Europa. weiter lesen



Für die Beueler Friedensgruppe berichtete Etta Fennekohl von den Aktivitäten ihrer Gruppe am Fliegerhorst Büchel, auf dem immer noch 20 Atombomben lagern und auf die die Bundeswehr im Rahmen ihrer "nuklearen Teilhabe" zugriff hat, womit die Bundesrepublik den von ihr ratifizierten Atomwaffensperrvertrag verletzt.

Zum Abschluss der Veranstaltung sangen die Teilnehmer zusammen mit der Singegruppe "Hand in Hand" das Lied vom Frieden.










 

Montag, 15. Juli 2019

Hiroshima-Tag 2019
Gedenken und Mahnung zum 74. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima und Nagasaki
Dienstag, 6. August 2019

17 Uhr Auftaktkundgebung vor dem alten Rathaus in Bonn (Marktplatz)
Demonstration nach Bonn Beuel zum Hiroshima-Mahnmal am Rheinufer
(südlich der Kennedybrücke)

18 Uhr Kundgebung und Gedenken am Hiroshima-Mahnmal

Bringt bitte viele Blumen mit!


Liebe Freundinnen und Freunde,

 

die Vorbereitung des Hiroshima-Tages 2019 steht im Zeichen der Eskalation von Konflikten in Zusammenhang mit Atomwaffen und des drohenden Endes des INF-Vertrages. Unsere Forderung Atomwaffen weltweit abschaffen! war und ist aktuell und dringlich.

 

Aus diesem Grund wollen wir uns mit unserer Kundgebung nicht mehr nur auf Beuel beschränken. Wir beginnen unsere Aktionen vor dem alten Bonner Rathaus, Amtssitz des "Mayor for Peace". OB Sridharan wird ein Grußwort an uns richten, wir werden unsere Forderung vorbringen, dass OB und Stadtrat sich dem ICAN-Städteappell anschließen.

 

Hier, während der kurzen Demonstration über die Brücke nach Beuel und bei der anschließenden traditionellen Kundgebung am Hiroshima-Mahnmal wird es natürlich auch um die anderen Forderungen der Friedensbewegung gehen, vor allem um den Abzug der Atombomben aus Büchel und die Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrages der UN.

 

Wir hoffen, dass auch in diesem Jahr viele an unserer Kundgebung teilnehmen werden, und bitten um Weiterverbreitung der Einladung.

 

Einladungsflugblatt (2 Seiten) zum downloaden

 

Hiroshimatag 2019 – Ablaufplan

17:00 Uhr Marktplatz Bonn vor dem Rathaus

·       Begrüßung des Oberbürgermeisters und der Teilnehmer der Kundgebung

·       Grußwort des Oberbürgermeisters Sridharan

·       Redebeitrag zur Bedeutung des ICAN Städteappells (Susanne Rohde)

·       anschließend Demonstration zum Hiroshima-Mahnmal nach Beuel über Bonngasse, Friedrichstraße, Kennedybrücke


18:00 Uhr Mahn- und Gedenkveranstaltung zum 74. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima und Nagasaki am Beueler Rheinufer (Nähe Kennedybrücke)

·         Begrüßung

·         Auslegen der Blumen

·         Vorstellung des Hiroshima-Projekts vom Arbeitsbereich Japanisch am Institut für Orient- und Asienwissenschaften der Uni Bonn unter Leitung von Frau Dr. Tamura-Foerster. Bei dem Projekt werden Video-Aufnahmen von betroffenen Augenzeugen der Atombombenabwürfe für Untertitel übersetzt.
Das Projekt ist auf folgender Seite beschrieben: https://www.uni-bonn.de/neues/023-2017
Die Augenzeugenberichte finden sich unter:
https://www.global-peace.go.jp/OTHER/ot_german.php

·         Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer der Atombombenabwürfe

·         Redebeitrag zur Kündigung des INF-Vertrages, wodurch die Gefahr eines Atomkrieges erhöht wird (R. Nicoll)

·         Bericht über die Aktivitäten der Friedensgruppe Beuel am Lagerort der Atombomben in Büchel

·         Abschluss mit nochmaliger Forderung an die Stadt Bonn, sich dem ICAN Städteappel anzuschließen

·         Singegruppe „Hand in Hand“: Das Lied vom Frieden

Ende ca. 18:45 Uhr