Freitag, 10. Juli 2026

 Hiroshimatag 2026

Unsere diesjährige Mahn- und Gedenkveranstaltung am 6. August anlässlich des 81. Jahrestages der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki. Bonn ist dem weltweiten Verbund der Mayors for Peace beigetreten, die sich dem Kampf für die Ächtung und das Verbot der Atomwaffen seit vielen Jahren widmen. Ein Grußwort als Vertreter der Mayors for Peace von ca. 5 Minuten Dauer würde uns wie in den vergangenen Jahren sehr freuen.

Angesichts inzwischen fehlender atomarer wie auch konventioneller Abrüstungsverträge und der furchtbaren Kriege in der Ukraine, im Iran und anderswo, an dem unmittelbar bzw. mittelbar die Staaten mit den größten Atomwaffenarsenalen beteiligt sind, halten wir die atomare Abrüstung für dringender denn je. Ganz im Sinne der Mayors for Peace unterstützt der Rat der Stadt Bonn die Initiative von ICAN (international campaign to abolish nuclear weapons) zur Ächtung und Abschaffung aller Atomwaffen wie auch die Forderung an die Bundesregierung, den UN-Atomwaffenverbotsvertrag zu unterzeichnen.

In diesem Jahr findet die Mahn- und Gedenkveranstaltung am Donnerstag, 6. August 2026, um 18 Uhr an unserem Mahnmal am Beueler Rheinufer statt.

Voraussichtlicher Ablauf der Veranstaltung (endgültige Festlegung folgt):

- Begrüßung
- Grußwort Oberbürgermeister Deus oder Vertreter/in für Mayors for Peace (noch ausstehend)
- Demonstration durch das Beueler Zentrum mit Schildern und Transparenten mit unseren Hauptforderungen. (ca. 30 Minuten) - Wetter abhängend?
- Abschlusskundgebung am Mahnmal mit zwei Beiträgen (noch offen)
- Schlusswort und Ende ca. 19:15 Uhr

Die Veranstaltung hat folgende Themenschwerpunkte:

Wie in jedem Jahr gedenken wir der Opfer der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki.

Wir werden eindringlich auf die Gefahren und die drohende Auslöschung der Zivilisation durch den Einsatz von Atomwaffen hinweisen.

Wir fordern, dass die Bundesrepublik Deutschland endlich dem von 122 Staaten bei den Vereinten Nationen unterzeichneten Atomwaffenverbot beitritt, das inzwischen nach Ratifizierung von 75 Staaten in Kraft getreten ist und fordern in diesem Zusammenhang den Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland.




 

 


Sonntag, 22. März 2026

Bonner Ostermarsch 2026

 Samstag, 4. April

13 Uhr - Auftakt: Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer 

Demonstration mit Aktionen und Musik auf der Strecke

15 Uhr - Kundgebung: Münsterplatz

Das Motto lautet in diesem Jahr

Ja zu unserer Zukunft!  Kriegsvorbereitung stoppen!

Wir gehen auf die Straße

  • für zivile Konfliktlösungen und Verhandlungen zur Beendigung von Kriegen

  • für die Anerkennung und Stärkung des Völkerrechts

  • für die Abschaffung von Atomwaffen

  • für verbindliche Rüstungsbegrenzung und Abrüstung

  • für Klimaschutz, Bildung und Ausbau des Sozialstaats

  • für solidarisches Zusammenleben und internationale Solidarität

Wir fordern

  • Sofortige Beendigung aller Kriege!

  • Keine Aufrüstungsprogramme! Keine Produktion und Beschaffung von Angriffswaffen! Vergesellschaftung der Rüstungsproduktion! Keine Rüstungsexporte!

  • Keine Auslandseinsätze! Keine Rüstungsexporte!

  • Keine Wehrpflicht und keine Zwangsdienste! Kein Werben fürs Sterben – Bundeswehr raus aus den Schulen!

  • Keine US-Mittelstreckenraketen in Deutschland! Beitritt zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag! Nein zur atomaren Teilhabe! Europa atomwaffenfrei! Hierfür muss sich die Stadt Bonn als Mitglied des Städtebündnisses „Mayors for Peace“ verstärkt einsetzen.

  • Anstelle von Rüstung müssen Investitionen in zivile Projekte und Bedarfe höchste Priorität haben.

  • Schutz und Asyl für Kriegsdienstverweigerer und Deserteure! Flüchtende solidarisch aufnehmen und Fluchtursachen bekämpfen!


Zur Gedenkaktion für die Opfer von Krieg und Flucht bringt bitte ein paar Blumen mit.


Samstag, 9. August 2025

 Hiroshimatag 2025

Bei herrlichem Sommerwetter versammelten sich am 6. August zum 80. Jahrestag der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki um 18 Uhr am Beueler Mahnmal für die Opfer der Atombombenabwürfe mehr als 100 Friedensbewegte, für die die Abschaffung aller Atomwaffen die vordringlichste Aufgabe ist.

Kurzes Video .

Nach dem Auslegen der Blumen und der Schweigeminute zur Erinnerung an die Opfer, hielt Frau Bürgermeisterin Dr. Ursula Sautter das Grußwort im Namen der Stadt Bonn für die Mayors for Peace.

Sehr geehrter Herr Nicoll

liebe Vertreterinnen und Vertreter der Bonner Friedens-Initiativen, meine Damen und Herren,

mein Name ist Dr. Ursula Sautter, ich bin Bürgermeisterin der Stadt Bonn. Frau Oberbürgermeisterin Dörner, die heute zu ihrem großen Bedauern leider nicht persönlich hier sein kann, hat mich gebeten, Ihnen die herzlichsten Grüße zur heutigen Gedenkveranstaltung auszurichten.

Heute vor genau 80 Jahren, am 06. August 1945, ging das erste Mal in der Geschichte der Menschheit eine Atombombe auf eine Stadt nieder. Um 8:15 Uhr Ortszeit wurde die Bombe „Little Boy“ auf die Stadt Hiroshima abgeworfen. Nur drei Tage später, am 09. August 1945, folgte der Abwurf der Bombe „Fat Man“ auf Nagasaki. 

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Frau Bürgermeisterin Dr. Ursula Sautter

Im Anschluss an das Grußwort demonstrierten die Friedensfreundinnen und -freunde durch das Beueler Zentrum, wo sie bei den Passanten viel Aufmerksamkeit erregten.


Zurück am Mahnmal informierte Frau Dr. Naoko Tamura-Foerster vom Institut für Orient- und Asienwissenschaften, Abt. für Japanologie und Koreanistik in einem Grußwort über ihre Arbeit mit den Studierenden des Hiroshima-Nagasaki-Projekts. 

Heute vor 80 Jahren wurde eine Atombombe auf Hiroshima abgeworfen. Was unter den Atompilzwolken passierte, ist unbeschreiblich.

Dennoch gibt es mutige Überlebende, die es zu ihrer Lebensaufgabe gemacht haben, uns davon zu erzählen. Um ihre Aussagen auch in deutscher und arabischer Sprache hörbar zu machen, arbeiten wir, Hiroshima-Nagasaki-Projekt der Universität Bonn, seit 11 Jahren.

Unser Projekt findet im Masterstudiengang im Institut der Orient- und Asienwissenschaften statt. Die Studierenden der Japanologie sowie Islamwissenschaft und Nahostsprachen nehmen daran teil. Jedes Jahr übersetzen wir eine japanische Zeitzeugenaussage ins Deutsche. Diese wird dann ins Arabische übertragen.

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Frau Dr. Naoko Tamura-Foerster, Michael Albert, Robin Kather

Zwei Projektteilnehmer berichteten nun über ihre Arbeit im Projekt und konfrontierten die Versammelten mit Originalzitaten von Überlebenden.

Beitrag Michael Albert:

Vielen Dank dafür, dass wir unser Projekt hier vorstellen dürfen. In meinem Teil der Ausstellung habe ich mich mit der Geschichte der Anti-Atomwaffen-Bewegung beschäftigt, sowohl in Japan als auch außerhalb. Wie in der deutschen Anti-Atombewegung Hiroshima und Nagasaki aufgegriffen wurden, brauche ich hier aber nicht erzählen – darüber wissen Sie sicherlich selber mehr; manche von Ihnen waren vielleicht auch bei der auf dem Poster abgebildeten Hofgartendemo 1981 dabei. Stattdessen möchte ich ein bisschen über die Anti-Atomwaffen-Bewegung in Japan erzählen.

Das Trauma der Atombombenabwürfe saß tief in der breiten Bevölkerung Japans, Pazifismus war eng mit der Angst vor der Atombombe verknüpft. Ein Beispiel dafür ist der Suginami-Appell – eine 1954 von einer Gruppe Hausfrauen ins Leben gerufene Unterschriftenaktion für eine offizielle Äch­tung von Atom- und Wasserstoffbomben, die innerhalb eines Jahres ganze 30 Mio. Unterschriften erreichte. 

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Hiernach sang "
der Black" das Friedenslied "Uns bleibt keine Wahl" von Hannes Wader mit dem Refrain:

Es haben die Völker zu allen Zeiten
jede Schlacht um den Frieden verloren,
doch wir sind in diese Welt geboren,
um endlich zu siegen - uns bleibt keine Wahl.

Black

Als letzten Beitrag des Abends informierte Robert Nicoll über sogenannte atomare Gefechtsfeldwaffen:

Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,

soeben haben uns eindrucksvoll die Projektteilnehmer des Hiroshima-Nagasaki-Projekts der Uni Bonn die schrecklichen Folgen der vor 80 Jahren erfolgten Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki vor Augen geführt. Dem gegenüber sehen wir, dass immer mehr unserer Politiker dem Irrglauben verfallen, mit immer mehr Rüstung, auch atomarer Rüstung, Probleme lösen zu können.

Dazu gehört auch, dass unsere politisch Verantwortlichen der Bevölkerung immer öfter den Besitz und damit auch den möglichen Einsatz von Atomwaffen als absolute Notwendigkeit darstellen. Dabei werden insbesondere sogenannte atomare taktische oder Gefechtsfeldwaffen als vergleichsweise harmlos dargestellt.

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Zum Abschluss der Veranstaltung stimmten Mitglieder der Singegruppe Hand-in-Hand das Lied "Der Traum vom Frieden" zum Mitsingen an.

Es folgte noch der Hinweis auf die Demonstration und Aktion am 11. Oktober 2025 in Nörvenich, 12 Uhr, gegen das NATO-Atomkriegsmanöver 2025.


Bilder

Samstag, 26. Juli 2025

 Hiroshimatag 2025

Blumen für die Opfer von Hiroshima und Nagasaki
1945 - 2025

Gedenken und Mahnung zum Jahrestag 80. des Atombombenabwurfs auf Hiroshima und Nagasaki
Mittwoch 6. August 2025, 18 Uhr am Hiroshima-Mahnmal, Rheinufer in Beuel
Bringt bitte Blumen mit!

80 Jahre her ist der erste Einsatz einer Atombombe. Aus einem US-amerikanischen Bomber traf die neu entwickelte Massenvernichtungswaffe am Ende des 2. Weltkrieges am 6. August die japanische Großstadt Hiroshima. Drei Tage später traf eine zweite Atombombe Nagasaki.

Seither stehen die Namen der beiden Städte für die verheerende Wirkung mit sofortigen und Langzeitfolgen nuklearer Strahlung. Hunderttausende Menschen wurden ihre Opfer.

Seither stehen die Namen Hiroshima und Nagasaki auch für den Kampf gegen Atomwaffen und ihren Einsatz. Heute stehen wir näher denn je am gefährlichen Punkt, dass erstmals seit 80 Jahren Atomwaffen eingesetzt werden könnten. Die geopolitischen Zuspitzungen und aktuellen Kriege mit konventionellen Waffen scheinen nur einen Knopfdruck davon entfernt. Die Menschen und ihre Umwelt vernichtende Verstrahlung kennt keine Grenzen. Die Menschen und ihre Umwelt vernichtende Verstrahlung kennt keine Grenzen, keinen Unterschied zwischen Freund und Feind, zwischen Zivilpersonen und Militär, Kind, Frau oder Mann.

"Die Überlebenden werden die Toten beneiden", wird seit langem gewarnt. Mit dem Schlagwort "Kriegstüchtigkeit" werden wir massiv auf einen Krieg auch in unserem Land und auch mit Atomwaffen vorbereitet.

Wir wollen keine Kriegstüchtigkeit, sondern entschlossene Arbeit für Friedensfähigkeit und besonders für eine Zukunft ohne Atomwaffen. Deshalb fordern wir im Gedenken der Opfer von Hiroshima und Nagasaki

  • weltweit Atomwaffen abschaffen und dafür Verhandlungen führen

Mit diesem Ziel setzen wir uns für folgende Schritte ein:

  • keine Stationierung neuer Mittelstreckenraketen in Deutschland
  • keine Modernierung der Atomwaffen, stattdessen Abzug der Atomwaffen aus Büchel / Eifel
  • Beitritt Deutschlands zum Atomwaffenverbotsvertrag der UN
  • Schluss mit der atomaren Teilhabe Deutschlands!

Mittwoch 6. August 2025, 18 Uhr:
Gedenken und Kundgebung am Hiroshima-Mahnmal:
Atomwaffen abschaffen - Atomkriegsgefahr bannen!

Der Ablauf sieht wie folgt aus:
Begrüßung
Auslegen der Blumen
Grußwort der Bürgermeisterin Frau Dr. Sautter
Kurze Demontration durch Beuel (ca. 18:15 bis 18:45 Uhr)
Kurze Beiträge Frau Dr. Tamura und Studierende aus ihrem Projekt "Protokolle von Überlebenden von Hiroshima und Nagasaki"
Musikbeitrag "Black", Titel: Uns bleibt keine Wahl (Hannes Wader)
Kurzer Vortrag über sogenannte atomare Gefechtsfeldwaffen
Zum Abschluss zum Mitsingen, angestimmt von Hand-in-Hand: Der Traum vom Frieden
Ende ca. 19:15 Uhr

Veranstalter: Friedensinitiative Beuel, DFG-VK, Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, Gruppe Bonn-Rhein-Sieg, - Friedensgruppe Beuel
siehe auch friedensinitiative.blogspot.de


Mittwoch, 23. April 2025

Bonner Ostermarsch 2025

Am diesjährigen Ostersamstag fand der 12. Bonner Ostermarsch statt. Viele hundert Teilnehmer (nach Polizeiangaben 420) wandten sich gegen die Aufrüstungspolitik der künftigen Bundesregierung. Statt kriegsfähig sollte die Bundesrepublik friedensfähig werden.

Die wichtigsten Forderungen des Ostermarsches waren:

- Keine Aufrüstung auf Kosten von Sozialabbau, Bildung und Klimaschutz.

- Statt Aufrüstung diplomatische Initiativen für Frieden überall auf der Welt. Deshalb auch keineneuen Mittelstreckenwaffen in Europa!

- Deutschland sollte dem Atomwaffenverbotsvertrag unverzüglich beitreten und den Abzug der amerikanischen Atomwaffen in Büchel in Gang setzen.

- Schutz aller Deserteure.

Alle Infos auch beim Netzwerk Friedenskooperative.



Weitere Bilder







Samstag, 22. März 2025

 Bonner Ostermarsch 2025

Der diesjährige Bonner Ostermarsch findet statt

am Karsamstag, 19. April 2025.

Er findet statt in einer Zeit weit verbreiteter Unsicherheit unter dem Motto

"Ja zum Frieden - Nein zur Kriegstüchtigkeit".

Der Ostermarsch beginnt am Karsamstag um 13 Uhr mit einer Auftaktkundgebung am  Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Er führt von dort mit mehreren kurzen Zwischenkundgebungen zum Münsterplatz, wo die Abschlusskundgebung stattfindet.

Der Aufruf findet sich hier